Wei Qi – unser energetisches Schutzschild

 

 In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird das energetische Schutzschild, das direkt unter der Haut fließt, als Wei Qi bezeichnet. Den gleichen Namen trägt auch eine Behandlung, die dazu dient das Immunsystem zu stärken. Man spricht auch von „den Schildkrötenpanzer stärken“. Unter anderem werden in dieser Behandlung die Meridiane gezogen, die den Körper mit Nahrungs-Qi und Qi aus der Atemluft versorgen. Des Weiteren wird Energie in die Meridiane gebracht, die für Ausscheidung und Entgiftung zuständig sind. Das abschließende bewegende Schröpfen des Rückens unterstützt das Yang und versorgt den ganzen Körper mit der Lebensenergie Qi und Blut.

 

Die Wei Qi Behandlung ist angezeigt bei Allergien und Immunschwäche, ebenso wie bei Stress und kann auch prophylaktisch angewandt werden.

 

Es gibt Mittel, wie jeder selbst sein Immunsystem stärken kann. Bekannt sind eine vitalstoffreiche Ernährung, für Entspannung sorgen und Stress vermeiden, Bewegung, vor allem an der frischen Luft und das damit verbundene Sonnenlicht, Saunabäder und ausreichend Schlaf.

 

Aus dem Blickwinkel der TCM sind weitere Faktoren für eine gute Körperabwehr wichtig. Man sollte auch der Freude im Leben mehr Raum geben.

 

Ebenso ist der Darmgesundheit großes Augenmerk gewidmet. Neben einer Darmsanierung gilt es den Bauchbereich warm zu halten durch entsprechende Kleidung und hin und wieder einer Wärmflasche.

 

Bei der Ernährung sollte man auf warme Mahlzeiten achten. Ein warmes Frühstück z. B. mit einem Getreidebrei aus Hafer, Hirse oder Reis wirkt sich dabei sehr günstig aus. Erwärmende Gewürze sind ebenso unterstützend.

 

Sport bringt eine tiefere Atmung und damit mehr Lungen-Qi. Welchen Sport man betreibt, ist egal. Er sollte Spaß machen und regelmäßig sein. Etwa 2 Stunden nach dem Sport ist es wichtig, sich vor Kälte und Nässe zu schützen, besonders den Nacken.

 

Erkältungskrankheiten aus ganzheitlicher Sicht

 

Nach Vorstellung der TCM dringt Kälte schichtweise immer tiefer in den Körper ein.

Es ist wichtig, die verschiedenen Phasen der Erkältung zu erkennen, um die Selbstheilungskräfte mit den richtigen Maßnahmen unterstützen zu können.

In der ersten Phase ist die Kälte in die 1.Schicht eingedrungen, das Nasensekret ist klar oder weiß, was ein Zeichen für Kälte ist. Es ist wichtig dem Körper jetzt Wärme zuzuführen durch ein heißes Bad, aber auch von Innen mit Hilfe des scharfen Geschmacks z.B. durch das Trinken von Ingwerwasser. Ziel ist es, über das Schwitzen, die Erkrankung aus dem Körper zu bringen. Vitamin C in Form von Zitrusfrüchten würde in dieser Phase der Selbstheilung entgegenwirken.

Gelingt es nicht, die Kälte am tieferen Eindringen zu hindern, kommt es in der 2. Phase zu Fieber und /oder Halsschmerzen, das Sekret wird gelb und die Erkrankung setzt sich dort fest, wo bereits ein energetischer Schwachpunkt ist. Bronchitis,Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung oder Angina entstehen. Nun ist der Körper zu kühlen. Pfefferminze, Salbei und Zitrusfrüchte können das bewirken. Man versucht die Energie abzusenken z.B. durch ansteigende Fußbäder oder entsprechende Meridianbehandlungen und die Erkältung über den Verdauungstrakt auszuleiten durch Einlauf oder Bittersalz. Wärme wäre in dieser Phase kontraproduktiv.

Schließt sich eine Phase der Schwäche an, hilft Hühnersuppe oder eine andere über mehrere Stunden gekochte Suppe. Nach dem Wissen der chinesischen Ernährungslehre erhöht sich durch diesen langen Kochprozess das enthaltene Nahrungs-Qi außergewöhnlich und die Suppe wirkt stark erwärmend und kraftspendend.

Zur Prophylaxe von Erkältungskrankheiten ist eine Stärkung unseres Immunsystems wichtig. Neben dem Abwehrsystem auf organischer Ebene verfügen wir über ein energetisches Abwehrsystem, quasi einem energetischen Schutzschild. Nähere Informationen  dazu erfolgen in einem weiteren Blogartikel.